Vogelexkursion zum Beltringharder Koog

Anfang September zog es mich an die Westküste Schleswig-Holsteins. Dort rasten zur Zugvogelzeit viele Limikolen und Schnepfenvögel. Aber auch Greifvögel, Singvögel, Möwen und andere Vogelfamilien konnte ich beobachten. Das Highlight waren Blaukehlchen, die immer mal aus dem Schilf herauslugten. Daneben gab es für mich auch andere Arten, die ich bisher noch nie vor die Linse bekommen habe: Grünschenkel, Sichel- und Graubrust-Strandläufer, Kampfläufer und Kiebitzregenpfeifer. 

Limikolen, wohin das Auge schaut  . . . das Auffliegen der Vögel ist ein beeindruckendes Schauspiel.

Grünschenkel und Rotschenkel 

Vor Ort gab es mehr Rotschenkel als Grünschenkel zu beobachten.

Grünschenkel auf Nahrungssuche  . . .

. . .  mit Erfolg!

Wer hat sich da zwischen die Uferschwalben gemischt? 
Eine junge Rauchschwalbe.

Ein junger Kampfläufer

Noch ein junger Kampfläufer

Dieser junge Sperber war auf Beute aus. Aber alle anderen Vögel waren auf der Hut.

Unverrichteter Dinge flog er davon.

An manchen Orten tummelten sich Hunderte an Vögeln  . . .  
Hier sind viele Rotschenkel, einige Brandgänse, eine Löffel- und eine Stockente sowie eine junge Zwergseeschwalbe zu sehen.

Weibchen der Brandgans inmitten von Rotschenkeln

Junge Brandgänse

Müde

Männliche Tafelenten - auch müde!

Eine männliche Löffelente im Schlichtkleid

Weißwangengänse, auch Nonnengänse genannt

Noch eine Weißwangengans

Scheuer Singvogel: ein Blaukehlchen

Zeigte sich immer nur kurz und verschwand wieder im Schilf.

Noch ein Blaukehlchen - entdeckt am Lüttmoorsee

Bekassinen habe ich auch schon an den Linumer Teichen beobachten können,  . . . 

. . . aber kaum in Bewegung  . . . 

. . .  und schon gar nicht beim Fliegen.

In diesem Limikolenschwarm fliegen viele Alpenstrandläufer, 
die zur Zugzeit in großer Zahl an der Nordsee beobachtet werden können. Leider sind sie vom Aussterben bedroht.

So sieht der Alpenstrandläufer aus der Nähe aus - hier im Schlichtkleid.

Noch ein Alpenstrandläufer, der mit seinem langen Schnabel am Grund nach Nahrung sucht

Mit dem Alpenstrandläufer im Schlichtkleid leicht zu verwechseln: ein Sichelstrandläufer und ein Graubrust-Strandläufer

Der Sichelstrandläufer brütet im Norden Russlands. 
An der Nordsee kann er nur während des Herbstzuges beobachtet werden.

Da staunte ich nicht schlecht:
Diese beiden Kälbchen haben über eine kleine Landzunge einen Ausflug ans Wasser gemacht.

Ein Flussuferläufer und ein junger Sandregenpfeifer

"Alle mal herhören!" 
Ein Graureiher erzählt Rotschenkeln eine Geschichte - oder doch nicht?

Noch im Prachtkleid: ein Männchen vom Kiebitzregenpfeifer

Diese Kiebitze lassen sich den Wind um den Schnabel wehen.

"Spieglein, Spieglein, an der Wand  . . . "

Hatte leider keinen perfekten Ansitz für die Fotografin, aber Fangglück.

"Mir nach, ihr Höckerschwäne!"
Der Größenunterschied zwischen dem Löffler und den Schwänen ist schon beachtlich.

Der Löffler zog einsam seine Bahnen auf der Suche nach Nahrung.

Noch ein Vertreter aus der Gattung der Wasserläufer, den wir bereits an den Linumer Teichen beobachten konnten:
ein Dunkelwasserläufer im Schlichtkleid

Sein dunkleres Gefieder, von dem sein Name abgeleitet ist, trägt dieser Vogel erst zur Balz- und Brutzeit.

Im Gegenlicht - und tschüss!

Ausflug an die Nordsee bei Nordholz

Im Juli schaute ich mal am Kutterhafen in Nordholz vorbei, ob es inzwischen Nachwuchs bei den Watvögeln gibt. Es warteten viele Überraschungen auf mich.

Es war gerade Ebbe und die Nordsee hatte sich weit zurückgezogen. 
Der Schwarm von Graugänsen zog gen Osten.

Die Kiebitz-Jungen sind längst groß und suchen inzwischen selbstständig nach Nahrung. 
Dies ist wahrscheinlich ein erwachsener Kiebitz.

Der Seeadler tauchte aus dem "Nichts" auf und versetzte alle Vögel in Aufruhr, was nicht zu überhören und zu übersehen war.

Die junge Rohrweihe streifte bereits allein durchs Revier.

Welch majestätische Flugpose der jungen Rohrweihe!

Wie putzen sich eigentlich Vögel mit langen Schnäbeln ihr Gefieder?
Dieser junge Brachvogel zeigt, wie es geht.

Ups, was ist mir denn da vor die Linse gekommen? 
Dem Großen Brachvogel ist es "wurscht"  . . .  was sein muss, muss sein!

Diese jungen Löffler erkennt man gut an ihren fleischfarbenen Schnäbeln, die in der Form schon der der Elterntiere ähneln, aber nicht in der Farbe.

Diese Löfflergruppe rastet zusammen mit Brachvögeln, Austernfischern und Möwen.

Zur Freude der Fotografin tauchten urplötzlich drei junge Turmfalken vor der Linse auf. 
Die Farbe der Lärchenzapfen passt hervorragend zur Gefiederfarbe der Greifvögel.

Ebbe verbinde ich mit morbider Schönheit. 
Manchmal gesellt sich dann noch ein Vögelchen zum Bildmotiv  . . .  hier eine Lachmöwe im Schlichtkleid.

Dieser Rotschenkel war sehr aufgeregt, denn er hatte noch ein Auge auf seinen Nachwuchs zu werfen.
Bei jeder Störung meldete er sich lautstark.

Schon selbstständig gingen die jungen Rotschenkel im Schlick auf Nahrungssuche. 
Sie unterscheiden sich vor allem durch ihre gelben Beine von den Elterntieren.

Die beiden Pfuhlschnepfen waren von ihrer langen Reise aus dem Brutgebiet scheinbar noch müde.

Das Weibchen der Pfuhlschnepfe ist munter geworden und erkundet, ob es in der schönen Wiese Würmer oder Insekten finden kann.

Das Männchen der Pfuhlschnepfe trägt ein deutlich farbenfroheres Federkleid.

Der Flussuferläufer gehört zur Familie der Schnepfenvögel - genau wie die Pfuhlschnepfen, die Rotschenkel und die Brachvögel.

Leider gehört der Flussuferläufer zu den stark gefährdeten Vogelarten. 
An der Küste ist er eher seltener zu beobachten.

Den Regenbrachvogel haben wir auch schon im Mai am Nordholzer Kutterhafen beobachten können.

Aber bei der Nahrungssuche konnten wir ihn noch nicht beobachten.

Der Austernfischer gehört zu den charakteristischsten Vögeln der Nordseeküste. 
Er ist schon weithin an seiner schwarzweißen Färbung und den roten Beinen, Augen sowie dem orangeroten Schnabel zu erkennen - 
vorausgesetzt, der Austernfischer watet und stöbert nicht gerade im Schlick.

Vogelexkursion zur Nordsee und auf Helgoland

Im Mai waren wir an der Nordseeküste in der Nähe von Cuxhaven und auf der Insel Helgoland. Diese Orte gelten allgemeinhin als Paradiese für Vögel - und das nicht nur während der Zeit des Vogelzuges. Was wir zu sehen bekamen, übertraf unsere kühnsten Erwartungen.

An der Nordseeküste lernten wir bereits am ersten Nachmittag für diesen Ort typische Vogelarten kennen.
Obwohl der Regenbrachvogel auch dort eher selten zu beobachten ist.

Kleine und große Schiffe kreuzten das Meer.

oben: Rotschenkel, Bluthänfling, Austernfischer und Wiesenschafstelze
unten: Kiebitz mit Küken, Regenbrachvogel und Wiesenpieper

oben: Brandgans und Regenbrachvögel
unten: Löffler und Rotschenkel

Am nächsten Tag ging es per Fähre nach Helgoland und zur Düne, die berühmt für ihre Kegelrobbenkolonien ist.

Kräftemessen auf "Robbisch"

In ihrem Element  . . .

. . .  und beim Dösen.

Sie sehen zwar zahm aus, gehören aber zu den größten Raubtieren Deutschlands.

Nicht zum Nachmachen empfohlen: Burgen bauen in der Nähe von Kegelrobben 

Reste einer Schiffsbrücke?

Der Sandregenpfeifer machte uns einige Zeit seine "Aufwartung", sodass wir ihn in verschiedenen Posen ablichten konnten.

Kreatives Tun fremder Menschen am Strand hinterlässt einen bleibenden Eindruck.

Der Steinschmätzer liebt es im Sand und auf Steinen.

Unbekannte Möwe

Für Helgoland typische Möwen : Dreizehenmöwe, Heringsmöwe und Silbermöwe

Vom Aussterben bedroht: eine Brandseeschwalbe

Unverkennbar: ein Austernfischer

Mit seinem langen Schnabel stochert der Austernfischer nach Insekten und Würmern.

Ein dösendes Eiderentenmännchen und ein ebenso dösendes Weibchen im Dünensand

Es gibt auch schon Nachwuchs bei den Eiderenten.

"Ein schöner Rücken  . . ."

Viel Zeit verbrachten wir auf den Lummenfelsen.

Dort brüten Hunderte von Trottellummen, die ansonsten im Meer leben. 

Eng an den Felsen geschmiegt, schützen sie ihr Eigelege.

Schwer im Flug zu fotografieren

In der Mitte eine sogenannte Brillenlumme - wegen ihrer Zeichnung im Gesicht.

Auch Tordalks brüten am Lummenfelsen und halten ihr Eigelege zwischen den Füßen fest.
Es gibt aber deutlich weniger Brutpaare als bei den Trottellummen.

Eindeutig die "Stars" auf Helgoland::
Dieser Basstölpel steht allerdings am Brutplatz von Trottellummen. Das Trottellummen-Ei liegt geschützt am Felsen.

Zur Zeit unseres Besuches auf Helgoland war das Brutgeschäft der Basstölpel in vollem Gange. 
Gleichzeitig wurde ständig neues Nistmaterial herbeigeschafft - egal was. Neben Seetang und Pflanzenresten kamen auch Teile von Fischernetzen zum Einsatz.

Für den Nestbau sind beide Partner zuständig.

Vogelfeder als Nistmaterial

Viel Zeit nahmen sich die geschlechtsreifen Basstölpel für die Balz und ihre Paarung.

Vielfältige Emotionen: liebevolles Zupfen am Kopf des Partners oder wütendes Vertreiben eines unerwünschten Eindringlings

Glück gehabt: Auch den Nachwuchs bekamen wir zu Gesicht.

Und zwischendurch Gefiederpflege

Der Abschied von den Basstölpeln und der wunderbaren Insel Helgoland fiel uns wirklich schwer.