Vogelexkursion zum Beltringharder Koog 

Anfang Mai waren wir auf Exkursion an der Nordsee, dieses Mal nicht auf Helgoland, sondern am Beltringharder Koog in Schleswig-Holstein. Hunderte von Vögeln konnten wir dort bewundern, die zumeist gerade mitten in ihrem Brutgeschäft waren. Einige werden hier vorgestellt.

Was uns zuerst auffiel:

Überall bevölkerten Weißwangengänse das Grünland hinter dem Deich. 

Und viele Graugans-Paare hatten bereits Nachwuchs und gingen mit ihren "Kindern" mitten auf der Straße spazieren.

Auch auf Kiebitze trafen wir allerorten. Einige hatten ebenfalls bereits Nachwuchs und sorgten für ihre Küken. 
Andere balzten schon wieder, um eine weitere Brut "auf den Weg" zu bringen.

Aufmerksam wird die Umgebung beobachtet, um die Brut vor Fressfeinden zu schützen.

Allerliebst: Küken vom Kiebitz

Auch die folgenden beiden Arten waren keine Unbekannten für uns. 
Wir hatten sie bereits auf der Helgoland-Düne "in Echt" kennengelernt.

Die Austernfischer haben eine recht besondere Art, ihre Zuneigung zu zeigen. 

Der Paarungsakt erfolgt dann wie bei allen Vögeln.

Klein, aber oho: der Sandregenpfeifer

In einem solch großen Trupp hatten wir sie aber noch nie gesehen.
Sie sind eben nicht nur klein und oho, sondern auch gesellig.

Unten im Bild sind Säbelschnäbler zu sehen. Die waren ein heiß begehrtes Fotomotiv (s. weiter unten).

Weibchen und Männchen der Brandgans in der Morgensonne
So nah haben wir sie bisher nicht vor die Linse bekommen.

Sieht man auch in Brandenburg: Rauchschwalbe, Feldsperling und Zilpzalp.

Lebt eher versteckt im Schilf: das Blaukehlchen.

Sind auch in Brandenburg heimisch: Wiesenpieper, Rohrammer und Wiesenschafstelze.

Sehr attraktiv: das Männchen der Bartmeise

Ist nicht nur wunderschön, sondern kennt auch "seine Pflichten".

Sonnenaufgang mit Haubentauchern

Paarung der Schwarzhalstaucher

Säbelschnäbler in der Morgensonne

Temperamentvoll  . . . 

. . .  und einfach wunderschön

Gehört zur großen Familie der Schnepfenvögel: der Flussuferläufer.

Noch mehr Schnepfenvögel: sogenannte Kampfläufer.
Zur Balzzeit stellen die Männchen ihre Hals- und Kopffedern auf, um gegenüber Rivalen imposanter zu wirken.
Leider konnten wir ein solches Balzritual nicht beobachten.

Der Rotschenkel wirkt inmitten der Steine eher verloren.
Er ist eine von mehr als zehn Arten aus der Gattung der Wasserläufer.

Der Rotschenkel ist an der Nordsee ein sehr häufiger Vogel.

Dieser Wasserläufer ist auf den ersten Blick dem Rotschenkel recht ähnlich, er hat aber keine roten Beine:
ein Dunkelwasserläufer.

Die grünlichen Beine gaben diesem Wasserläufer seinen Namen: ein Grünschenkel.

Sieht in seinem Prachtkleid ein bisschen mysteriös aus: der Steinwälzer.

Der Gesang des Schilfrohrsängers begleitete uns an der Arlau-Schleuse auf Schritt und Tritt.

Uferschnepfe auf Nahrungssuche

Sich sein "Frühstück" zu sichern, kann ganz schön anstrengend sein.

Das Weibchen (links) steht dem Männchen in Sachen Attraktivität in nichts nach, was man nicht von allen Vogelarten sagen kann.

Von den drei Regenpfeiferarten, die ich an der Nordsee beobachten konnte, war der Kiebitzregenpfeifer mein besonderer Liebling.

Da er in der Tundra brütet, ist er im Sommer nur in geringen Anzahlen an der Nordsee zu beobachten. 
Deshalb haben wir ihn auch nie im Pulk gesehen.

Der Kiebitzregenpfeifer ist mit dem Kiebitz insofern verwandt, dass beide zur Familie der Regenpfeifer gehören.

Mit den Zwergmöwen endet der Bericht. Diese Möwenart war für mich eine Neuentdeckung. 
Neben erwachsenen Möwen - gut am schwarzen Kopf zu erkennen - flogen auch welche aus dem letzten Jahr im Pulk.
Diese hatten noch nicht ihr Prachtkleid.

An den Eschefelder und Haselbacher Teichen

Meine neueste Exkursion führte mich südlich von Leipzig in ein einzigartiges Seen- und Teichgebiet - entstanden infolge der Einstellung des Braunkohletagebaus. Insbesondere zwei Teichgebiete in der Nähe von Borna, die als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind, hatten es mir angetan. Neben vielen Wasservögeln sah ich auch Greifvögel und Singvögel - insgesamt fast 50 verschiedene Arten.

Dieser Höckerschwan genoss (noch) die Ruhe  . . .

. . .  bis sein Partner Frühlingsgefühle bekam.

Noch nie habe ich die Paarung von Höckerschwänen so hautnah und insbesondere auch geräuschvoll miterleben können.

Das Männchen der Rohrammer machte sich auch bemerkbar und sang sich ein Weibchen herbei.

Dieses Weibchen schien nicht abgeneigt gegenüber den wohlklingenden Lauten zu sein.

Die Tafelenten waren noch nicht in Paarungslaune.

Unter den Haubentauchern fanden sich erste Paare zusammen  . . .

. . .  aber die Ruhe war trügerisch. 
Revierkämpfe gehören dazu, bis Paare von ihren Artgenossen wohl oder übel akzeptiert werden. 

Die Zwergsäger tragen ihr Prachtkleid und haben sich auch bereits zu Paaren zusammengefunden.

Das Männchen ist im Prachtkleid nicht zu übersehen.

Ist das Männchen erregt, stellt es seine Kopfhaube auf, in Ruhe legt es die Kopffedern an.

Auch im angrenzenden Wald konnte ich interessante Beobachtungen machen - von Zilpzalp über Grauspecht bis hin zu Stieglitzen.
Dieser Waldbaumläufer hatte sich gerade ein kleines Insekt aus der Rinde gepuhlt. Hm, lecker  . . . 

Usedom zwischen Winter und Frühling

Anfang März fuhren wir auf die Insel Usedom, um das Frühlingserwachen an der Küste zu erleben und seltenere Meeresvögel zu beobachten. Unsere Wünsche gingen mehr als erwartet in Erfüllung.

Viele Zugvögel sind bereits in ihre Brutgebiete weitergeflogen. 
Hier bekamen wir nur noch ein paar Federn zu Gesicht.

Der erste Höhepunkt der Exkursion: Bergenten, hier das Männchen

Ein Weibchen der Bergente

Abgetaucht!

Der Winter hat sich noch nicht ganz verabschiedet.

Die Silbermöwe ist eine bei uns weit verbreitete Möwenart . . . 

. . .  während die Mittelmeermöwe an der Ostseeküste selten zu beobachten ist.
Ein Unterschied ist die Farbe der Beine.

Die Lachmöwe ist die häufigste Möwenart bei uns.

Macht ihrem Namen alle Ehre: die Trauerente, hier ein Männchen

Welches Männchen kann das Weibchen am meisten beeindrucken?

Sonnenaufgang am Meer

Wunderschöne Enten: ein Männchen und ein Weibchen der Eisente

Es ist Balzzeit:
Bei Erregung stellt das Männchen seine Kopfhaube auf.

Gefiederpflege muss auch sein.

Spannendes Flugmanöver:
Für den Abflug in die Brutgebiete im Mai ist aber noch Zeit.