Abschied vom Herbst

Der Winter steht vor der Tür, die ersten Frostnächte lassen immer mehr Vögel in die Gärten kommen - in der Hoffnung, dort Futter zu finden. Aber auch in Feld und Flur kann man nun wieder besser Sing- und andere Vögel beobachten, da sie sich nicht mehr im "Blätterwald" verstecken können.

Junger Star

Buchfink, Schwanzmeise und Haubenmeise

Weibchen vom Grünspecht

Am Müggelsee III

An einem frostigen, aber schönen Tag zog es uns noch einmal an den Müggelsee. Noch immer hatten wir nicht alle dort gemeldeten seltenen Vogelarten antreffen können.  Und bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt.

Vermutlich eine Sturmmöwe im dritten Winter: 
Sie hatte es auf eine Lachmöwe abgesehen, genauer auf deren Beute im Schnabel.

Durch geschickte Manöver in der Luft gelang es ihr schließlich, sich die Beute zu schnappen.

Der Silberreiher hat die Nacht im angrenzenden Wald verbracht.

Graureiher bei der "Morgentoilette"

Neben Gänsesägern wurden auch Zwergsäger gemeldet. Gesehen haben wir sie nicht.
Dafür umso mehr Gänsesäger.

Den Schwarzhalstaucher habe ich bereits schon einmal beobachten können. 
Dieses Mal zeigte er sich in Action. Wohin er so schnell wollte, konnten wir nicht herausfinden.

Erst dachten wir, dass es sich bei diesem Vogel auch um einen Schwarzhalstaucher handelt. 
Doch endlich haben wir auch den sehr seltenen Ohrentaucher zu Gesicht bekommen. 

Schade, dass er noch sein Schlichtkleid trägt.

Leider bekamen wir die Eisente nicht zu Gesicht, dafür Männchen der Schellente und der Reiherente, die deutlich häufiger auf diesem See anzutreffen sind.

Im angrenzenden Wald sahen wir noch verschiedene Singvögel von A wie Amsel  . . . 

. . .  bis Z wie Zaunkönig.

Am Grimnitzsee

Der Grimnitzsee bei Johannisthal zieht im Herbst viele Vögel an, die dort rasten und Kräfte für den Weiterflug sammeln. Mitunter kann man den Überblick verlieren, weil es ein ständiges "Kommen und Gehen" gibt. Bei meinem letzten Besuch konnte ich - leider meist nur aus größerer, fürs Fotografieren nicht vorteilhafter Entfernung - 25 unterschiedliche Vogelarten von B wie Blässgans bis T wie Tundrasaatgans beobachten, darunter auch zwei Seeadler, einen großen Kiebitzschwarm, zwei Singschwäne und mehrere Spießenten.

Rätsel: Welche Enten sind hier beim Einflug auf den Grimnitzsee zu sehen?
(Lösung weiter unten)

Ein Singschwan beim Gründeln

Ein junger Seeadler

Ein erwachsener Seeadler überfliegt den See. 
Die Höcker- und Singschwäne sind davon unbeeindruckt.

"Willst du mit mir gehn?", scheint die Schellente den Singschwan zu fragen.
Naja, der ist dann doch etwas zu groß  . . .

Die beiden Tundrasaatgänse kommen von weit her.

Auflösung des Rätsels oben: Reiherenten

Am Müggelsee II

Noch immer werden von diesem großen Berliner See interessante Beobachtungen gemeldet. Da bot es sich an, noch einmal zum Müggelsee zu fahren. 

Weithin zu hören, aber schwer zu entdecken: ein Kolkrabe im "Blättermeer"

Ein Schwarzhalstaucher im Schlichtkleid

Seine markanten roten Augen habe ich erst beim Fotografieren entdecken können.

Noch eine Neuentdeckung: ein Zwergsäger

Am und im Wasser

Neulich war ich an den Karower Teichen und mal wieder am Liepnitzsee unterwegs. Dort überraschten mich Mandarinenten, die ich an diesem See noch nie gesehen hatte. Und natürlich noch andere Vögel.

Das junge Teichhuhn hat noch nicht die markante Schnabelfarbe seiner Eltern.

Weibliche Mandarinenten

Prachtvoll gefärbt und unverwechselbar: ein Männchen der Mandarinente

Diese Männchen waren schon in Balzlaune.

Kleiber mit Erfolg bei der Nahrungssuche

Ein Männchen vom Eisvogel auf seiner Sitzwarte

An der Blumberger Mühle

Dieses Jahr war ich noch nicht an den Fischteichen bei der Blumberger Mühle. Aus den vergangenen Jahren wusste ich, dass dort viele Wasservögel den reichen Nahrungsschatz im Wasser zu schätzen wissen, solange die Teiche nicht abgelassen sind. Und wir wurden nicht enttäuscht. 

Das Männchen der Krickente hat sein Prachtkleid schon fast vollständig ausgebildet.

Die Höckerschwäne waren noch mit ihrem Nachwuchs unterwegs 
und ganz auf die Suche nach Nahrung fokussiert.

Auch der Silberreiher war auf Nahrungssuche. Aber nach Fisch sieht das ganz und gar nicht aus.

Da hatte dieser Silberreiher schon mehr Fangglück.

Mit diesen Limilkolen hatten wir nicht gerechnet: Dunkle Wasserläufer auf Durchreise.

Und plötzlich flogen sie von dannen . . .

Häufiger Brutvogel: die Stockente

Zum Abschluss machte uns noch eine Sumpfmeise ihre Aufwartung.
Auch sie war auf Nahrungssuche.

Am Müggelsee I

An diesem großen See mitten in Berlin sind schon so manch seltene Wasservögel gesichtet worden. Vor einigen Tagen wurden dort unter anderem Schwarzhalstaucher, ein Zwergsäger und sogar eine Eisente beobachtet - ein Grund für mich, dem Müggelsee einen Besuch abzustatten. Leider bekam ich nicht alle seltenen Vogelarten zu Gesicht. Dennoch fand ich den Ausflug sehr schön.

Experiment mit Licht und Schatten am Müggelsee 

Keine Seltenheit: ein Graureiher

Gefiederpflege

Auch kein seltener Vogel: eine Lachmöwe im Schlichtkleid

Sind überall, wo es Fisch zu erbeuten gibt: Stattdessen allerdings balzten diese beiden Kormorane lautstark.

Das Balzverhalten ähnelt ein wenig dem der Haubentaucher.

Manchmal geht es auch etwas unsanfter zu  . . .

Auf dem riesigen See wirkt der Zwergtaucher noch kleiner und "zerbrechlicher", als er ohnehin ist.
Gern hätte ich auch einen Schwarzhalstaucher beobachtet, aber es war mir nicht vergönnt.

Dafür bekam ich diesen seltenen und wunderschönen Meeresvogel zu Gesicht: ein Männchen der Eisente.

Dass die Lichtverhältnisse nicht optimal waren und es zeitweise sogar zu regnen begann, störte mich nicht. 
Dafür war das Erlebnis zu überwältigend.

Die Eisente wurde die ganze Zeit von einer Schellente begleitet - ein ungewöhnliches Pärchen.

Was ist das denn?

Die Korallen-Becherflechte ist ein Winzling und am Boden oder an morschen Baumstämmen kaum zu entdecken. Wer genau hinschaut, kann sehen, dass sie jetzt beginnt, ihre namensgebenden korallenroten Fruchtkörper auszubilden. Die Korallen-Becherflechte gehört ins Reich der Pilze.

Herbst im NSG Unteres Odertal

Im Winter war ich das letzte Mal in diesem wunderbaren Gebiet, um Vögel zu beobachten. Nun war es an der Zeit zu schauen, ob die Polder bereits wieder überflutet sind und ob es interessante Vögel zu entdecken gibt. Am Oderdeich in Gatow, Schwedt und Zützen sowie an den Stolper Fischteichen sahen wir mehr als 30 Arten - nicht schlecht für diese Zeit. Auf den Wiesen weideten allerdings noch Kühe, die Überflutung muss also noch warten.

Morgens ist es am Oderdeich besonders still und reizvoll - unterbrochen nur durch das Gezwitscher der Vögel.
Die Sonne steht noch nicht hoch am Himmel und die Wolken künden vom abziehenden Nebel.

Die beiden Turmfalken sind noch nicht auf Futtersuche eingestellt. Sie beobachten, was in ihrem Revier los ist.

Das Männchen der Grauammer ist schon wieder auf Brautschau.

Die Rohrammer trägt noch ihr Schlichtkleid.

Die ersten Gänsesäger sind an der Alten Oder - ihrem Überwinterungsgebiet - eingetroffen. 
Die Spiegelung zeugt von ihrem Überflug.

Überall anzutreffen: eine Blaumeise

An den Stolper Fischteichen trafen wir auf einen großen Trupp Pfeifenten.
Dieses Männchen war allerdings noch müde.

Ein Pfeifenten-Paar: Beide trugen bereits wieder ihr Prachtkleid.

Pfeifente beim Überflug über die Stolper Fischteiche

Nachmittags schien die Sonne am Oderpolder und zauberte wunderschöne Flares aufs Wasser.

Massen an Enten und Gänsen - hier Blässgänse - besiedelten das Feuchtgebiet bei Gatow.

Am Oderpolder in Schwedt machte mir ein Weibchen vom Eisvogel die Aufwartung.

Es war auf Fischfang - leider erfolglos.

So blieb ihm nichts anderes übrig, als sich ausgiebig zu putzen.

Plötzlich flogen zwei Vögel ins Schilf, ohne dass ich erkennen konnte, um welche Vögel es sich handelte.
Wie groß war meine Freude, als ich ein Pärchen der Bartmeise entdeckte.

Das Männchen war durstig. Geschickt hangelte es sich durch das Schilf.

Auch das Weibchen zeigte sich.

Dass der Herbst eingezogen ist, zeigen auch diese herrlich leuchtenden Schüpplinge am verwitternden Birkenstamm.

An den Linumer Teichen

Wieder zog es uns an die Linumer Teiche in der Hoffnung, Limikolen und seltenere Entenarten zu treffen. Unsere Erwartungen wurden zum Teil erfüllt. Aber eigentlich gibt es fast immer etwas zu entdecken.

Das Männchen der Spießente ist noch im Schlichtkleid.

Es ist Zugvogelzeit. Wegen der vielen Kraniche in Brandenburg kommen Fotografen von weit her zu uns.
Leider haben sich in diesem Jahr viele Kraniche mit der Vogelgrippe infiziert. Die Zahlen sind erschreckend hoch.

Ein junger und ein erwachsener Kranich auf Nahrungssuche in der Abendsonne

Eisvögel sind an fischreichen Gewässern längst keine Seltenheit mehr.
Man muss aber etwas Glück haben, sie auch fotografieren zu können.

Graugänse gehören neben anderen Wildgänsen und Kranichen zurzeit zu den häufigsten Vögeln an den Linumer Teichen.

Der Silberreiher hat einen fulminanten Fang gemacht.

Kaum zu glauben: 
Das Männchen der Pfeifente sieht so prächtig aus, trägt aber noch sein Schlichtkleid.

Bei der Gefiederpflege

Diese Krickente ließ sich durch das Treiben an den Linumer Teichen nicht in ihrem Schlaf stören.

So noch nie gesehen: 
Dies ist ein Männchen der Krickente. Es beginnt gerade, sein Prachtkleid anzulegen.

Ein Hausrotschwanz beim Balzgesang

Für seine Fischfangkünste bekannt: ein Silberreiher

Die Rotfeder will wohl nicht richtig durch den Hals "flutschen".

Auf Tauchgang - noch ein Männchen der Spießente 

Zwei Dunkle Wasserläufer

Noch ein Eisvogel war auf der Suche nach einem leckeren Fang . . .

. . .  und hatte Erfolg.

Auch dieser Vogel überraschte die Fotografin: eine Wasserralle.

Am liebsten versteckt sich dieser scheue Vogel im Schilf.

Vom Zwergtaucher kann man nur noch die Schwanzspitze sehen.

Mal kein Vogel  . . .  und noch dazu im Nebel.

Im Steinbergpark

Auf der Suche nach schönen Fotomotiven waren wir im Steinbergpark in Berlin unterwegs. Auf dem Teich dort schwammen vor allem Mandarinenten. Womit wir nicht gerechnet hatten: Es begann zu regnen. Was uns zuerst irritierte, entpuppte sich als zusätzliches Plus für die Fotosession.

Mandarinenten dominieren die Szene. Im Hintergrund sieht man eine einsame Stockente.

Dass es regnete, störte die Enten nicht. Im Gegenteil: Sie badeten genüsslich im Teich  . . . 

. . .  und putzten sich anschließend ausgiebig.

Eine schlafende Stockente ließ sich davon nicht stören.

Die prächtig gefärbten Männchen begannen bereits, um die wenigen Weibchen zu balzen.

Währenddessen neckte sich der diesjährige Nachwuchs.

Und es regnete immer weiter  . . .

An den Karower Teichen

Eigentlich wollte ich mal schauen, ob es vielleicht besondere Entenarten zu sehen gibt. Aber außer Stock-, Schnatter- und Löffelenten sowie Kormoranen, Rallen, Schwänen und einem Zwergtaucher gab es nichts zu beobachten. Schon fast auf dem Heimweg hörte ich ihn - den Eisvogel. Und konnte ihn auch im Geäst entdecken. Es dauerte ein bisschen, bis er sich etwas freier positionierte. Leider waren die Lichtverhältnisse nicht optimal.

Eigentlich ein Weibchen vom Eisvogel, erkennbar am Schnabel

Die Singvögel nutzen die schönen Herbsttage, sich ein Weibchen herbei zu singen - hier ein Rotkehlchen.

Herbstanfang

An den Linumer Teichen ist - wie überall - der Herbst eingezogen. Noch färben sich die Blätter der Bäume und Sträucher nur zaghaft. 
Dafür treffen jetzt öfter Durchzügler ein, die einen kurzen Stopp auf ihrem Weiterflug in die Überwinterungsgebiete machen. 
Und die Jungvögel sind mittlerweile fast ausgewachsen und müssen sich selbstständig "durchs Leben schlagen".

Junge Bartmeise, die bereits einen imposanten Bart trägt

Die Schilfhalme sind Sitzwarte und Nahrungsquelle zugleich.

Was gibt es da zu sehen?

Diese Höckerschwäne haben ihren Nachwuchs in die Selbstständigkeit entlassen.

Ruhig und voller Grazie unternimmt dieser Schwan seinen "Morgenspaziergang".

Elterntiere und Jungvögel vom Seeadler sieht man manchmal noch gemeinsam am Himmel ihre Kreise ziehen.

Der junge Seeadler wird von einem Kiebitz attackiert. 
Er muss sich erst noch den Respekt der anderen Vögel erarbeiten.

 Uncharmanter Annäherungsversuch der Löffelente

Ein Durchzügler: der Dunkelwasserläufer

Noch ein Durchzügler: der Flussuferläufer

Junges Teichhuhn

Junge Zwergtaucher

Zwergscharbe beim Trocknen der Flügel und beim Fischfang

Die Zwergscharbe ist die "kleine Schwester" des Kormorans.

Bildmalerei: Wer versteckt sich im Blätterwald?