Winterkehraus
Der meteorologische Winter verabschiedet sich und weicht dem ersten Frühlingserwachen. Für Flora und Fauna ist endlich die lange Ruhephase vorbei. Zum Abschluss des Winters gibt es hier noch einmal verschiedene Fotomotive - vom NSG Unteres Odertal, vom Wandlitzsee und von der Feldflur bei Schönerlinde.
Einsame Blässgans im NSG Unteres Odertal
Ein Stieglitz sucht auf dem Eis nach Essbarem.
Der Turmfalke "scannt" mit seinen scharfen Augen den Boden nach Beute ab.
Die letzten beiden Mandarinenten am Wandlitzsee
Der Kleiber läutet mit seinem Gesang - exemplarisch für andere Singvögel - den Frühling ein.
In Feld und Flur III
Das letzte Aufbäumen des Winters macht es vielen Vögeln nicht leicht. Vor allem Rückkehrer wie Kraniche haben wohl nicht mit dem mageren Nahrungsangebot gerechnet. Andere Vögel halten sich an den letzten eisfreien Wasserstellen auf, um nach Nahrung zu suchen. Am Klärwerksableiter in Schönerlinde habe ich neue Vogelarten entdecken können - einen Waldwasserläufer und zwei Bergpieper. Die Bergpieper konnte ich auch ablichten.
"Hört denn dieser Winter nie auf?"
Magere Ausbeute
"Vielleicht haben wir anderswo mehr Glück!"
Der kleine Zaunkönig hat schon den ganzen Winter über am Klärwerksableiter ausgeharrt.
Das Krickenten-Männchen fühlte sich durch die Fotografin wohl gestört.
Mehr als zwanzig Krickenten hielten sich tagelang am Klärwerksableiter auf.
Virtuos "hangelt" sich die Gebirgsstelze am steinigen Ufer entlang.
Die Gebirgsstelze ist auf ihrer Nahrungssuche recht ruhelos. Zum Glück konnte ich sie auch mal ablichten.
Der Bergpieper ist eine neue Art für mich. Er brütet aber nicht hier, sondern im Gebirge.
In diesem Winter habe ich so viele Misteldrosseln gesehen wie noch nie in den Jahren zuvor.
Beobachten ihre Umwelt ganz genau: zwei Dohlen auf dem Kirchturm in Basdorf
In Feld und Flur II
Wieder mal war ich an verschiedenen Orten, an denen vor allem Singvögel anzutreffen sind. Sie haben es in diesem Winter besonders schwer, da die Futtervorräte der Natur zur Neige gehen und die Energiereserven der Vögel zunehmend schwinden.
Die Bluthänflinge hatten Glück:
Sie entdeckten ein Feld mit reichlich Samen an den verwelkten Stauden und waren nicht zu bremsen.
Einige Grauammern schlossen sich dem Pulk Bluthänflingen an.
Dieser hatte wohl ein Problem mit seinen Füßen oder Krallen.
Auch die Gimpel hatten Glück: Sie wurden an einem Eschenbaum fündig.
Mal wieder sind die Männchen prächtiger gefärbt als die Weibchen.
"Hm, lecker!"
Er hatte kein Glück.
So sehr er sich nach kleinen Singvögeln oder Mäusen umschaute, er konnte nirgends Fressbares entdecken.
Vogelbesuch im Garten III
Ende Januar rutschten die Temperaturen in den frostigen Keller. Viele Vögel finden nur noch schwer Futter und freuen sich über Vogelliebhaber in Gärten und Parks, die an sie denken. So haben es nun auch Wacholder- und Rotdrosseln in unseren Garten geschafft. Aber auch andere Vögel bieten reizvolle Motive.
Rotkehlchen in der Zaubernuss
Ständig zu Gast im Garten: die Blaumeise
Ist flink und scheu: die Haubenmeise.
Kohl- und Sumpfmeise
Elster
Männchen und Weibchen vom Buchfink
Wacholderdrossel
Amselweibchen
Rotdrossel
Kernbeißer
Beim NABU an der Blumberger Mühle II
Auf der Suche nach Seidenschwänzen wurde ich dort leider enttäuscht. Dafür begegneten mir mehrere Bartmeisen und endlich auch - wenngleich weit entfernt - ein Raubwürger.
Dieser junge Turmfalke beobachtete seine Umgebung sehr genau.
Die Bartmeisen suchten im Schilf nach Sämereien.
Männchen und Weibchen
Männchen oder Weibchen? Ein markantes Merkmal verrät es . . .
Der Raubwürger hält nach Beute Ausschau.
Im Steinbergpark
Schon zweimal habe ich in diesem Jahr diesem verwunschenen Park mitten in Berlin einen Besuch abgestattet. Ich war auf der Suche nach einem Goldhähnchen, das zu den kleinsten Singvögeln Deutschlands gehört und dort leben soll. Gesehen habe ich es sogar, aber nicht gut ablichten können. So habe ich einen Grund, noch einmal dorthin zu fahren. Trotzdem waren meine Besuche keineswegs umsonst.
Eleganz pur: ein Silberreiher
Auf seinem Schlafplatz
Grünspecht auf Nahrungssuche
Waldbaumläufer - ebenfalls auf Nahrungssuche
Dieser Grünspecht hat sich wahrscheinlich erschreckt.
Seine Kopf- und Schwanzfedern hat er in eine Art "Hab-acht-Stellung" gebracht.
Die Früchte der Erle gaben diesem Vogel seinen Namen: Es ist ein Weibchen vom Erlenzeisig.
Weibchen (links) und Männchen vom Erlenzeisig sind gut zu unterscheiden.
Noch ein virtuoser Kletterkünstler: der Kernbeißer.
Er hat es auf die größeren Samen abgesehen, z.B. die Nüsschen der Hainbuche.
Ihrem langen Schwanz haben diese "Wattebällchen" ihren Namen zu verdanken: Schwanzmeisen.
Wirkt auf dem Foto ruhig und tiefenentspannt, ist aber stets in Action und nicht zu überhören.
Am zugefrorenen Wandlitzsee
Es ist schon eine Weile her, dass der Wandlitzsee im Winter zufror. Jetzt hat es mal wieder geklappt. Schön für Menschen, die gern mal übers Eis laufen, aber nicht so schön für die meisten Wasservögel.
Was für uns lustig aussieht, ist für diese Vögel Anstrengung pur.
Blässhuhn
Auf großem Fuß
Auch zu dritt lässt es sich nicht besser auf Eis laufen.
Auch diese beiden Schnatterenten quälen sich über das Eis.
Gründeln ist für sie nicht möglich.
Vogelbesuch im Garten II
Bei Schnee und Frost kommen immer mehr Vögel in den Garten. Aber meist sind es die häufigen Arten wie Rotkehlchen, Amseln und Meisen. Die sind auch schöne Fotomotive, findet die Fotografin.
Aufgeplustert trotzt es der Kälte: ein Amselweibchen.
Hat auch kein Problem mit Kälte: das Rotkehlchen.
Sitzt aufgeplustert in der Zaubernuss.
An den Poldern bei Schwedt II
Noch immer sind die Polder nicht geflutet, dafür sind die Wiesen überfroren. Nach wie vor bin ich fasziniert von den vielen Greifvögeln - Turmfalken, Mäusebussarden und - für mich neu - Kornweihen.
Aber es gab noch mehr Überraschungen.
Meine erste Begegnung mit diesem schönen Vogel im neuen Jahr:
ein Weibchen vom Eisvogel
Männchen der Kornweihe
Weibchen der Kornweihe
Schöne Überraschung, obwohl recht weit entfernt: ein Rotfuchs
Leider nur im Flug gesehen, dafür waren sie nicht zu überhören:
ein Trupp Singschwäne
Erfolgreich: Zwergtaucher mit erbeutetem Fisch
Vogelbesuch im Garten I
Mit dem Schnee kommen auch eher nicht so häufige Vögel in den Garten, was die Fotografin freut. Aber selbstverständlich sind alle Vögel willkommen.
Stieglitz
Weiße "Wattebällchen": Schwanzmeisen
Die rechte Schwanzmeise sieht aus wie ein Durchzügler aus dem Norden, ist aber eine einheimische Schwanzmeise.
Elster
Am Grimnitzsee
Nach wie vor zieht es viele Wasservögel an diesen großen See nördlich von Berlin. Inzwischen gibt es auch immer mehr Singschwäne. Und endlich habe ich auch Zwergschwäne, die kleinen "Brüder" des Singschwans angetroffen.
Singschwan im Landeanflug
Singschwäne beim Putzen und Balzen
Brandgans im Schlummermodus
Zwei "Zwerge" unter den Wasservögeln: links ein Zwergschwan, rechts ein Männchen vom Zwergsäger in seinem Prachtkleid
Noch einmal am Liepnitzsee
Es sind deutlich weniger Wasservögel am Liepnitzsee zu beobachten gewesen als noch vor drei Wochen. Vielleicht lag es auch an dem regen Besuch zum Wochenende mit Hundegebell und mutigen Eisbadern . Immerhin waren noch ein paar der hübschen Mandarinenten da.
"Putzstunde" bei diesem Mandarinenten-Paar
Ein junger Sperber, der aus dem Nichts aufzutauchen schien und genauso schnell über den See wieder verschwand
Beim NABU an der Blumberger Mühle I
Dieses Areal ist ein ideales Gebiet für Singvögel. Die Natur wird sich vielfach selbst überlassen, die Vögel finden an den alten Bäumen und zahlreichen Sträuchern reichlich Nahrung. Und Wasser zum Trinken ist an den angrenzenden (abgelassenen) Fischteichen noch genügend vorhanden.
Waldbaumläufer
Misteldrossel
Kernbeißer
Wacholderdrossel
An den Poldern bei Schwedt I
Noch sind die Polder nicht geflutet, dennoch kann man schon viele verschiedene Vögel dort beobachten. Am meisten fasziniert war ich von den vielen Greifvögeln, insbesondere von den Turmfalken und den - sehr aktiven - Seeadlern. Leider waren die Lichtverhältnisse fürs Fotografieren nicht optimal.
Die jungen Seeadler waren auf Beute aus. Keiner wollte dem anderen etwas gönnen.
Einer der Jungadler hatte etwas für mich Undefinierbares erbeutet und flog damit weg.
Verfolgt wurden die Adler stets von einem Trupp Nebelkrähen.
Die Krähe auf dem Foto hatte dem Seeadler wohl eine Feder aus seinem Gefieder stibitzt, die sie wie eine Trophäe vor sich her trug.
Der Stieglitz labte sich an den Samen der Nachtkerze . . .
. . . während die Amsel Strauchfrüchte bevorzugte.
Erfreulicherweise bekamen wir auch Singschwäne zu Gesicht.
Leider zogen sie weiter.
Das Gänsesäger-Weibchen war ebenfalls erfolgreich beim Beutefang.
Imposant: der Rüttelflug des Turmfalken
Erfolgreich war der Turmfalke bei seiner Taktik, Beute zu erspähen, leider nicht.
Aber er ist wunderschön anzuschauen.
Gerade noch erwischt . . . Der Eisvogel tauchte aus dem Nichts auf und verschwand genauso schnell wieder.
In Feld und Flur I
Neben Wasservögeln bin ich sehr gern unseren heimischen Singvögeln auf der Spur. Und auch Greifvögel faszinieren mich. Während Greifvögel aus der Luft oder von einem Beobachtungsplatz aus Beute auf kleine Säuger und manchmal auch Singvögel machen, finden viele Singvögel auf Wiesen sowie an Sträuchern und Bäumen zurzeit noch reichlich Sämereien und Früchte.
Wacholderdrosseln in der Wartenberger Feldmark
Noch mehr Wacholderdrosseln
Junger Turmfalke und junger Habicht
In der Nähe der Kleinen Moorlinse bei Berlin-Buch
Männchen der Goldammer und vom Turmfalken
Feldsperling
Am Liepnitzsee
Die Mandarinenten sind immer noch am Liepnitzsee anzutreffen, es sind sogar noch mehr geworden, dazu viele Schellenten, Haubentaucher und Schwanzmeisen.
Lagebesprechung am Morgen: Wo schwimmen wir heute hin?
Zarte, weiße "Wattebällchen", zuerst an ihrem Wispern im Geäst zu erkennen
Farbenrätsel: Welche Farbe gehört nicht zum Mandarinenten-Männchen?